Immer wieder wird gerne die Frage aufgeworfen, ob man in einer deutschen Großstadt wirklich die Abwehr von Angriffen mit Faustfeuerwaffen trainieren muss. Die Argumente dagegen beziehen sich einerseits darauf, dass es ja nicht wirklich viele Übergriffe mit solchen Waffen gibt. Andererseits auf den hohen Eigengefährdungsgrad bei einem erfolglosen Abwehrversuch.
Beides sind gute Argumente. Außer acht lassen sie jedoch die sowohl häufigere als auch weniger lebensgefährliche Bedrohung durch Gas-, Signal- und Schreckschusswaffen. Die kann gänzlich unverhofft über einen kommen, gleichwohl aber für die Gesundheit und Unversehrtheit Folgen haben – wie eine Nachrichtenmeldung belegt:
e110: Wenn der Nachbar einmal klingelt…:
“Aus nächster Nähe hat ein offenbar psychisch kranker Mann in Aachen mit einem Gasrevolver seinem Nachbarn ins Gesicht geschossen und ihn dabei verletzt. Der 31-jährige Täter habe am Sonntagmorgen bei seinem Nachbarn geklingelt und sofort gefeuert, als dieser die Tür öffnete, teilte die Polizei Aachen am Montag mit.Das 45-jährige Opfer erlitt Verätzungen im Gesicht und musste im Aachener Uni-Klinikum behandelt werden. Die Polizei vermutet, dass dem Vorfall Nachbarschaftsstreitigkeiten vorausgingen. Der Täter wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.”
Bei einer Situation direkt an der eigenen Haus- oder Wohnungstür fällt eine an und für sich sinnvolle Lösung wie das Weglaufen flach. Da ist es dann schon von Vorteil, wenn man sich etwas mit der “Defense against Gunthreats” beschäftigt hat.


